Mutterkornpilze und Schimmelpilze können sekundäre Stoffwechselprodukte wie Mykotoxine produzieren (Samyal & Sharma, 2023). Bekannte Arten sind Aspergillus, Fusarium, Penicillium, Alternaria und Claviceps. Der Verzehr von Mykotoxinen kann unter anderem zu Nerven-, Immun- und Fortpflanzungsstörungen führen. Ernteausfälle durch Mykotoxinkontaminationen verursachen einen finanziellen Schaden von rund 2,4 Milliarden Euro pro Jahr (Janik et al., 2020).
| Mykotoxin | Pilz | Lebensmittel | Pathologische Effekte |
|---|---|---|---|
| Aflatoxine (AFL) | Aspergillus flavus, A. parasiticus, A. nomius | Weizen, Walnüsse, Mais, Baumwolle, Erdnüsse, Eier, Milch, Fleisch | Hepatotoxizität, Teratogenität, Immunotoxizität, Karzinogenität |
| Ochratoxin A (OTA) | A. ochraceus, A. carbonarius, Penicillium verrucosum, P. nordicum | Kaffeebohnen, Hafer, Weizen, Mais, Wein, Trockenfrüchte, Gewürze, Eier, Fleisch | Nephrotoxizität, Hepatotoxizität, Genotoxizität, Teratogenität, Immunotoxizität, Neurotoxizität |
| Fumonisine (FUM) | F. verticillioides, F. oxysporum, F. nygamai, F. fujikuroi, F. proliferatum | Mais, Sojabohnen, Reis, Spargel, Knoblauch, Erbsen, Ananas, Bananen, Hirse, Zucker | Karzinogenität, Neurotoxizität, Nephrotoxizität, Immuntoxizität, Dermaltoxizität |
| T-2 Toxin (T-2) | F. sporotrichoides, F. poae, F. acuminatum, F. equiseti | Gerste, Hafer, Weizen | Hauttoxizität, Immunotoxizität, Hepatotoxizität, Neurotoxizität |
| Deoxynivalenol (DON) | F. graminearum, F. culmorum | Weizen, Mais | Immunotoxizität, Toxizität für das Fortpflanzungssystem, Genotoxizität, gastrointestinale Toxizität, Neurotoxizität |
| Zearalenon (ZEN) | F. graminearum, F. cerealis, F. culmorum, F. equiseti | Mais, Gerste, Hafer, Hirse, Weizen | Störungen des Reproduktionssystems, Hepatotoxizität, Immunotoxizität, Genotoxizität |
Mykotoxine können über verschiedene Wege in Lebensmittel und Futtermittel gelangen.
Bei einer Primärkontamination werden die Rohstoffe von Toxin-bildenden Schimmelpilzen befallen, während bei einer sekundären Kontamination Mykotoxine in Endprodukte gelangen.
Mykotoxine können sich in Nutztieren anreichern und gelangen so in tierische Lebensmittel (LGL Bayern, 2024). Es gibt verschiedene Methoden zum Nachweis von Mykotoxinen. Eine dieser Methoden ist die Durchflusszytometrie (z. B. Juan-García et al., 2013).
In seinem World Mycotoxin Survey hat DSM 113.558 Analysen von 23.808 Proben in 95 Ländern durchgeführt. Getestet wurde auf die Mykotoxine AFL, ZEN, OTA, DON, T-2 und FUM. Es zeigte sich, dass je nach Region ein mittleres bis sehr hohes Mykotoxin-Risiko besteht, abhängig von den klimatischen und regionalen Bedingungen. In 61 % der Proben wurde sogar mehr als ein Mykotoxin gefunden. Mais, Getreide und Stroh waren besonders häufig mit Mykotoxinen belastet (bis zu 79% positive Proben) (DSM 2024).
Aufgrund des hohen Verbreitungsgrades von Mykotoxinen und der mit ihnen einhergehenden gesundheitlichen Risiken, ist eine kontinuierliche Überwachung notwendig. Üblicherweise werden zum Nachweis von Mykotoxinen Immunoassays wie ELISA und Lateral-Flow-Assays oder chromatografische Verfahren eingesetzt. Diese Methoden sind zumeist sehr kosten- und/oder zeitintensiv.
Eine neue und höchst innovative Methode für den präzisen Nachweis von Mykotoxinen ist die Durchflusszytometrie mit einem Multiplex-Immunoassay, der durch die SAFIA-Technologie (Suspension Array Fluorescence Immunoassay) in Kombination mit einem Sysmex Partec Durchflusszytometer ermöglicht wird. Hierdurch lassen sich innerhalb von Minuten sechs Mykotxoine pro Probe gleichzeitig quantifizieren – zu einem unschlagbaren Preis!
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